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Gemeinde Woltersdorf

Woltersdorf an der Schleuse - Ein Katzensprung von Berlin
 

Um 1240 gründeten 14 Bauernfamilien in Wald und Heide zwischen Schoenebecke und der Fischersiedlung Radensdorf das Angerdorf und ließen sich auf der Anhöhe nieder, die noch heute mit Rathaus, alter Schule und Kirche den Ortskern von Woltersdorf bildet. Früheste urkundliche Erwähnungen gehen jedoch erst auf das Jahr 1319 zurück. Die Gemeinde Woltersdorf wurde in ihrer über 700-jährigen Geschichte stets durch die unmittelbare Nähe zur Metropole Berlin geprägt.


Die ursprünglichen Bewohner waren vorwiegend Schiffer oder Bauern. Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich der Charakter des Ortes durch die Fertigstellung des Schienenstranges von Berlin Richtung Osten und der Haltestation in Erkner. Seit 1913 verbindet die Straßenbahn die Woltersdorfer Schleuse mit dem Bahnhof Rahnsdorf.Heute ist Woltersdorf die kleinste Gemeinde Deutschlands mit einer eigenen Straßenbahn.In den letzten 20 Jahren entwickelte sich der Ort weiterhin zur attraktiven Wohnadresse, so dass die Bevölkerungskurve mit gegenwärtig ca. 8.120 Einwohnern (Stand: März 2015) stetig nach oben zeigt. Die Gemeinde Woltersdorf ist ein attraktiver Bildungsstandort, bietet mit seiner Schullandschaft alle Bildungsabschlüsse im Ort, mit seinen ausgezeichneten Kindertagesstätten ein bedarfsgerechtes Angebot sowie mit seinen Sport- und Freizeiteinrichtungen einen hohen Freizeitwert. Die attraktive Wohnlage sowie die ausgewiesene Naherholungsfunktion sind vor allem durch die reizvolle Lage des Ortes selbst und die herrliche Umgebung mit Seen und Wäldern geprägt. Hier können Besucher die Seele baumeln lassen und bei genauerem Hinsehen interessante historische Eindrücke mitnehmen. Die Woltersdorfer Schleuse zwischen Kalksee und Flakensee wurde im Jahre 1550 errichtet und nach mehreren Umbauten 1998 vollständig saniert und erneuert.


Von der Schleuse kommend, entlang der Liebesquelle die Kranichsberge besteigend, bietet sich aus 105 m Höhe vom Woltersdorfer Aussichtsturm ein Rundblick auf die malerische Umgebung bis nach Berlin. Der 1885 errichtete Turm brannte 1945 ab und wurde an der heutigen Stelle 1961 neu errichtet.


Im Turm-Inneren erinnert heute ein Filmmuseum an die zwanziger Jahre, als Jo May in Woltersdorf am Kalksee so berühmte Filme wie „Das indische Grabmal“ (1920), „Herrin der Welt“ (1919) und später noch „Der Tiger von Eschnapur“ drehte. Die sanierte Strandpromenade am Flakensee, die bis heute als Flaniermeile für Bewohner und Gäste dient, ist der Startpunkt für Bootstouren und Dampferfahrten nach Berlin und durch die ausgedehnte Seenlandschaft. Urlauber und Gäste finden in Woltersdorf gegenwärtig 3 Hotels, zahlreiche Privatunterkünfte und 24 gastronomische Einrichtungen vor.

 

Bei einer Gesamtfläche von ca. 6 km², mit zwei innerörtlichen neuen Wohngebieten und dem erheblichen Verdichtungspotential bieten gegenwärtig über 20 Vereine in der Gemeinde vielfältige Varianten für eine attraktive Freizeitgestaltung. Das Ortszentrum mit Rathaus, Kirche, Marktplatz neben Ladenzeilen, Restaurants und Wohnungen fügt sich harmonisch in den vorhandenen Ortskern ein. Heute bietet Woltersdorf seinen Bewohnern und Gästen alle Vorzüge einer idyllischen Kleinstadt, die Gelegenheit zur Erholung und die unmittelbare Nähe zur Metropole Berlin.

 

Literaturtipps:

Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V. (Hrsg.): Berliner Umlandbahnen

Woltersdorfer Straßenbahn, GVE-Verlag 1992

Haselberger, Max: Woltersdorf (Kreis Niederbarnim), Im Selbstverlag 1931

Liebermann, M.: Woltersdorf – am Ende der Welt?, Individuell Verlag 2001

Ramm, G.: Als Woltersdorf noch Hollywood war, Verlag Bock & Kübler 1992

Ramm, G.: Woltersdorf, Ein Dorf im dritten Reich, Verlag Bock & Kübler, 1993

Rudolf-Breitscheid-Straße 23
15569 Woltersdorf

(03362) 58690
(03362) 586949

E-Mail:
Homepage: www.woltersdorf-schleuse.de


Fotoalben


 

Veranstaltungen

20.10.​2024
15:00 Uhr
 

Aktuelle Meldungen

Aufruf zur Mitarbeit im gemeindlichen Kulturbeirat

(17. 07. 2024)

Zur besonderen Vertretung kultureller Belange in Woltersdorf soll ein Kulturbeirat gebildet werden. Gesucht werden Sachverständige oder Kulturschaffende, die ehrenamtlich ihre Erfahrungen und Kenntnisse einbringen. Mit der Beteiligung des Kulturbeirates wird die Akzeptanz und Transparenz des kulturellen Lebens in der Öffentlichkeit erhöht. Gleichzeitig können die künftigen Mitglieder durch ihre Mitarbeit und Ideen aktiv zur kulturellen Entwicklung beitragen (z. B. Beschäftigung mit kulturellen Angelegenheiten im Gemeindegebiet, Interessenvertretung in politischen Gremien und gegenüber der Verwaltung, Mitwirkung beim Einwerben von Fördermitteln). 

 

Kommunen können zur Vertretung der Interessen bestimmter Bevölkerungsgruppen Beiräte bilden. Den Beiräten ist Gelegenheit zu geben, gegenüber der Gemeindevertretung zu Maßnahmen und Beschlüssen, die Auswirkungen auf ihren Aufgabenbereich haben, Stellung zu nehmen. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Aufgabe. 

Die Gemeinde Woltersdorf hat gemäß § 10 ihrer Hauptsatzung Beiräte zur Vertretung der Gruppe der Kinder und Jugendlichen (Jugendbeirat), der Gruppe der Senioren (Seniorenbeirat) und der Gruppe der Kulturschaffenden (Kulturbeirat) eingerichtet. 

Jeder Beirat besteht aus bis zu sieben Mitgliedern, deren Wohnort Woltersdorf ist. Diese Mitglieder erhalten ihre Legitimation durch Unterstützung ortsansässiger Vereine oder Unterstützungsunterschriften gemäß § 28a BbgKWahlG. Die Mitglieder der Beiräte werden von der Gemeindevertretung nach § 17 BbgKVerf für die Dauer der Wahlperiode der Gemeindevertretung durch Abstimmung benannt. Sie agieren ehrenamtlich (§ 20 BbgKVerf), parteipolitisch neutral sowie konfessions- und vereinsunabhängig.

In der Gemeinde Woltersdorf sind der Seniorenbeirat und der Jugendbeirat bereits seit vielen Jahren aktiv tätig. 

 

Interessierte wenden sich bitte an die Gemeindeverwaltung. 

Ansprechpartnerin ist Frau Totel (Tel. 03362-586911 oder E-Mail: )


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